Gleichzeitig mit der Listenaufstellung wurde das in den vergangenen Wochen erarbietete Wahlprogramm beschloßen.

Für ganz eilige gibt es hier eine kurze Zusammenfassung, der wichtigsten Forderungen.

Teilhabe, Inklusion, Vielfalt.

Wir sind eine Liste aus Menschen mit Behinderung, Angehörigen und Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit dem Thema Behinderung zu tun haben. Das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung und von Menschen, die von Benachteiligungen betroffen sind, steht für uns daher im Vordergrund.

Wir möchten Menschen vertreten, die Diskriminierungserfahrungen gemacht haben oder machen, deren Stimme oft zu wenig Gehör im politischen Spektrum findet und die Ihren Interessen noch nicht durch Ihre Wählerstimme Ausdruck verleihen können oder die überhaupt keine Wählerstimme haben. Unsere Forderungen speisen sich daher hauptsächlich aus den Problemen, denen Menschen mit Behinderung oder anderen Teilhabehindernissen tagtäglich ausgesetzt sind.

Wohnen

  • Wir unterstützen das Positionspapier des Freiburger Behindertenbeirats zu einer inklusiven Quartiersentwicklung in allen Punkten.
  • Wir wollen barrierefreiem und bezahlbarem Wohnraum.
  • Hilfe für private Vermieter*innen beim Aus- und Umbau von Wohnraum um diesen Barrierefrei zu gestalten. Dabei den Denkmalschutz unter den Anforderungen an ein zeitgemäßes und inklusives Wohnen bewerten.

Verkehr

  • Eine massive Erweiterung des öffentlichen Nahverkehrs und schnellerer Ausbau der barrierefreien Bushaltestellen.
  • Wir fordern eine konsequente Bevorzugung des Fußverkehrs.
  • Ausbau der Elektromobilität unter Beachtung der Sicherheit für andere Verkehrsteilnehmer*innen, d.h. mit Warnton ausgestattete Elektrofahrzeuge.
  • Eine Ausweitung von Tempo 30, auch um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Sicherheit

  • Notrufmöglichkeiten für Gehörlose und Personen schaffen, die situationsbedingt nicht sprechen können, etwa über Messengerdienste oder ähnliches.
  • Zielgruppenspezifische Präventionsangebote für ältere Menschen, Jugendliche und Menschen mit Behinderung.

Sport

  • Barrierefreie Nutzungsmöglichkeiten von Sport- und Freizeitangeboten durch entsprechende Um- und Ausbauten.

Innenstadt

  • Ein Konzept für barrierefreien Zugang zu Geschäften und Gastronomie, bezahlt durch die Touristenförderung.
  • Umgestaltung der Innenstadt, so dass diese gut und sicher mit Rollstuhl, Rollator und für Personen ohne Augenlicht zugänglich ist, d.h. zeitnahe Umsetzung des Konzepts für eine barrierefreie Innenstadt, welches vom Gemeinderat bereits beschlossen wurde.

Kultur

  • Barrierefreie Angebote als Voraussetzung im Kulturbereich.

Bildung

  • Vielfältige Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte und Schulleitungen zum Thema, welche als Arbeitszeit anzurechnen, aber auch verpflichtend sind.
  • Supervisions- und Prozessbegleitungsangebote für Schulen, die Inklusion bereits umsetzen.

Jugendliche

  • Ausweitung des 8er Rates und mindestens die Einbeziehung einer Förderschule.

Digitales

  • Überwachung der Funktion von Aufzügen und live Darstellung auf einer Karte und App, wie es in anderen Städten bereits Standard ist. Dies nutzt nicht nur Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, sondern auch Personen mit Kinderwägen oder dem Rettungsdienst.
  • Einen Projektefonds um Barrierefreiheit bei digitalen Angeboten der Stadt zu Entwickeln.
  • Förderung für innovative und digitale Teilhabemöglichkeiten, etwa für Sprachassistent*innen.

Wirtschaft

  • Eine Vorreiterrolle der Städtischen Unternehmenden bei der Einstellungsquote von Menschen mit Behinderung, 5 % sind keine Obergrenze!

Beteiligung

  • Regelmäßige Informationen über wichtige politische Beschlüsse in leichter Sprache.
  • Wahlinformationen der Parteien in leichter Sprache.
  • Zugang zu den wesentlichen Verwaltungsdienstleistungen in englischer Sprache.